Die EuropäischeBehörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine Analyse der Rückständevon Dioxinen in Lebensmitteln und Futtermitteln veröffentlicht. Der Bericht,der vom für Datenerhebung und Expositionsabschätzung zuständigen Referat derEFSA erstellt wurde, beruht auf über 7.000 Proben, die von 21 europäischenLändern zwischen 1999 und 2008 erhoben wurden. Bei Tierfutter fanden sich diehöchsten Durchschnittskonzentrationen in Fischöl.
Insgesamt lagen 8 % der Proben über den jeweiligen in denEU-Rechtsvorschriften festgesetzten Höchstwerten. Einige dieser Proben stammtenaus gezielten Probenahmen in bestimmten Belastungsepisoden. Zudem bestandenbeim Anteil der Proben, welche die Höchstwerte überschritten, großeUnterschiede zwischen verschiedenen Lebensmittel- und Futtermittelgruppen.
Der Bericht enthält die Schlussfolgerung, dass sich bei denVeränderungen der natürlichen Grundbelastung mit Dioxin und verwandten Stoffenim Zeitverlauf insofern kein klarer Trend feststellen lässt, als bei einigen Kategorienein Anstieg, bei anderen jedoch ein Rückgang zu verzeichnen ist.
Die gegenwärtige EU-Methode zur Messung derGesamtdioxinkonzentrationen basiert auf Toxizitätswerten für verschiedeneDioxinarten, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1998 empfohlenwurden. Die EFSA war ferner gebeten worden, die Auswirkungen der in denWHO-Empfehlungen von 2005 festgesetzten Toxizitätswerte auf dieGesamtdioxinkonzentrationen zu bewerten; in diesen Empfehlungen war dierelative Toxizität einiger Dioxinarten herabgestuft worden. Im Bericht wirdfestgestellt, dass die Benutzung der neuen Werte zu einer Verringerung derGesamtdioxinkonzentrationen um 14 % führen.