Laut Bongrain-Chef Pascal Breton gefährdet die Milchpreissituation
die Wettbewerbsposition des Konzerns. Bongrain kauft den Rohstoff um 20 %
teurer ein als Molkereien im benachbarten EU-Ausland. Bongrain sei wegen seines
höheren Exportanteils von dem überhöhten Milchpreis stärker betroffen als andere
französische Milchverwerter.
Der im Juni vereinbarte Milchpreis von 26,2 bis 28 Cent führe
zu Überschuss, die Verarbeiter seien verpflichtet, von den Erzeugern die
Milchproduktion abzunehmen, auch wenn diese überliefern; der Milchpreis sei
festgelegt, Vertragskündigungen hätten eine Vorlaufzeit von 18 Monaten. Wenn
die französische Milchwirtschaft alles so belasse wie bisher, werde "das
System explodieren".
2009 sind die französischen Käseexporte um 7 % gesunken und
die Importe je nach Kategorie zwischen 20 und 40 % gestiegen.