In der Schweiz hat sich der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BO Milch) auf ein Instrumentarium zur Mengenführung für Molkereimilch verständigt. Das System soll künftig eine bedarfsgerechte Versorgung und Stabilität im Milchmarkt gewährleisten. Das System, das zum 1. Januar 2010 in Kraft gesetzt werden soll, basiere auf marktwirtschaftlichen Kriterien und habe mit der früheren Milchkontingentierung nichts zu tun, heißt es in einer Pressemitteilung. Basis für das Modell zur Mengenführung für Molkereimilch bildet ein dreistufiges Marktsystem mit Vertrags-, Börsen- und Abräumungsmilch. Vertragsmilch muss in mindestens einjährigen, über das Kalenderjahr laufenden Verträgen zwischen Erstmilchkäufen und Verarbeitern kontraktiert sein. Bei Preisverhandlungen für Vertragsmilch kommt der Richtpreis für Molkereimilch zur Anwendung. Nicht-Vertragsmilch ist über eine von der BO Milch anerkannte und überwachte Handelsplattform (Milchbörse) zu handeln. Die Vertragsinhalte für Vertragsmilch müssen gegenüber einer neutralen Stelle offen gelegt werden. Sämtliche Milch, die unter der von der BO Milch fest gelegten Preisschwelle gehandelt wird, muss in Form von definierten Produkten ohne staatliche Beiträge in Märkte außerhalb der EU exportiert werden.