Schweiz: Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) hat sich an seiner Sitzung vom Freitag auf die Grundsätze eines Modells zur Mengensteuerung geeinigt. Dabei handelt es sich um ein dreistufige Modell mit Vertragsmilch, Börsenmilch und Abräumungsmilch. Die Vertragsmilch müsse in mindestens einjährigen Verträgen kontraktiert werden. Bei den Preisverhandlungen werde der Richtpreis als Grundlage angewendet. Milch, die nicht über mindestens einjährige Verträge kontraktiert sei, müsse zwingend über die Milchbörse laufen. Zudem werde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das System rasch in den Details konkretisiere. Der Antrag um Allgemeinverbindlichkeit des Systems werde beim Bundesrat gestellt, wenn die Details definiert seien. Die SMP wertete die Resultate der BOM „als Schritt in die richtige Richtung zur Verbesserung der Situation auf dem Milchmarkt". Wichtig sei vor allem der Grundsatzbeschluss für eine rasche Einführung einer Mengenführung. Er erfordere aber lange und schwierige Diskussionen. Die SMP warnte in einer Pressemitteilung vor einem Milchstreik, befürwortete jedoch alle Aktionen, „die in sympathischer Art auf die Probleme auf dem Milchmarkt aufmerksam machen".