Unseren Lesern möchten wir diese Pressemitteilung der MEG Milchboard(BDM) gewiss nicht vorenthalten:
Am 11. Februar fand in Herrsching ein Spitzengesprächzwischen den Vorständen der Bayern MeG, Führungskräften des Verbandes derMilcherzeuger (VMB) und der MEG Milch Board statt. Die Initiative zu diesemTreffen, kam seitens der Bayern MeG. Dabei brachte die Bayern MeG ihr Dialog- und Kompromissbereitschaft mitder MEG Milch Board zum Ausdruck. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dassein wesentlich höherer Bündelungsgrad der Milcherzeuger erreicht werden muss.Dabei wurde festgestellt, dass Bayern Meg und MEG Milch Board nicht inKonkurrenz zueinander stehen, da jede Organisation für sich andere Schwerpunkteverfolgt. Während die Bayern MeG sich für eine Koordination in der direktenMilchvermarktung in Bayern einsetzt, möchte die MEG Milch Board aufBundesebene Marktregeln gestalten. Umihren guten Willen für die Zusammenarbeit auf der Basis der Milcherzeuger zubekräftigen, wurde spontan eine gemeinsame Erklärung verfasst. Johannes Bayrhof und Anton Hörmannvon der MEG Milch Board stellten unter Vorbehalt der Mitgliederzustimmung,einen Aufnahmeantrag des Geschäftsfeldes Obergünzburg zur Bayern MeG. EinzelneFührungskräfte der Bayern MeG, erklärten sich daraufhin spontan bereit, indiesem Falle der MEG Milch Board beizutreten.
Die getroffenen Aussagen werden sie von beiden Seiten als Signalverstanden, dass die Milcherzeuger an der Basis wieder zusammengeführt werdenmüssen. Bündelung am Markt ist dieHerausforderung der Stunde. Da die Aufgaben einer Erzeugergemeinschaft vomGesetzgeber klar definiert sind, sind unterschiedliche verbandspolitischeInteressen zwischen BDM und BBV (bzw. DBV) für die MEG Milch Board nichthandlungsrelevant. Ähnlich sehen das auch die Vertreter der Bayern MeG. Dieses Aufeinanderzugehen, hat also nichts mit dem agrarpolitischen Tagesgeschäft, sondernvielmehr mit Vernunft und Pragmatik zu tun. Wie will man Erzeuger bündeln, diesich untereinander uneins sind?
Die kommenden Wochen werden zeigen, welches Echo der Vorstoßder MEG-Funktionäre unter den Milcherzeugern hervorruft und welcheUnterstützung er erfährt. In jedem Fall ist er eine große Chance dieDiskussionen auf eine neue Stufe zu heben. Der Solidarisierung der bayerischen Milcherzeuger ist man einen Schrittnäher gekommen. Seitens des Vorstandesder MEG Milch Board hofft man nun auf weitere Impulse in diese Richtung underklärt sich dialogbereit auf allen Ebenen.