Der Nationalrat hat in einer außerordentlichen Sitzung über die Zukunft der Schweizer Landwirtschaftspolitik debattiert. Themen waren u.a. der Agrar-Freihandel mit der EU und der Milchmarkt. Der Schweizerische Bauernverband verlangt den sofortigen Abbruch der laufenden Verhandlungen über einen Agrar-Freihandel mit der EU. Eine Marktöffnung komme für die Bauern höchstens bei Spezialitäten in Frage, so Bauernverbands-Präsident Hansjörg Walter. Er erklärte gegenüber Schweizer Radio DRS, statt Freihandelsgespräche zu führen sollten die Verhandlungen besser im Rahmen der bereits bestehenden Bilateralen Verträge mit der EU weitergeführt werden. Diese sähen die Möglichkeit von weiteren, partiellen Marktöffnungen vor. So sei der Käsemarkt bereits vollständig liberalisiert. Dies sei auch für andere Landwirtschaftsbereiche denkbar. Freier Handel im ganzen Agrarsektor komme für die Bauern aber nicht in Frage. Walter stellt sich dabei nicht kategorisch gegen eine Marktöffnung. Er fordert aber, dass der Markt dort geöffnet werde, wo gegenseitige Chancen bestünden. Der Nationalrat lehnte einen Abbruch der Verhandlungen mit der EU ab.
News
- Moproweb