Die Schwälbchen Molkerei Jakob Berz AG musste im ersten Halbjahr
wegen des preisbedingt stark rückläufigen Umsatzes eine, wenn auch abgemilderte,
Einbuße beim Geschäftsergebnis hinnehmen. Bei der Harzmolkerei wurden die mit
der operativen Betriebsschließung und Produktionsverlagerung auf die
Muttergesellschaft einhergehenden Maßnahmen seit dem Frühjahr plangemäß
umgesetzt. Die Schwälbchen Frischdienst GmbH verzeichnete eine in umsatz- und
ertragsbezogener Hinsicht konstante Geschäftsentwicklung.
Das Milchverarbeitungsvolumen war bei der Schwälbchen AG mit
87,51 Mio. kg (Vj. 88,12 Mio. kg) nur etwas niedriger. Dagegen ergab sich bei
der Harzmolkerei GmbH im Zuge der schrittweisen Schließung ein
Verarbeitungsrückgang auf 12,94 Mio. kg (Vj. 14,56 Mio. kg). Unter
Berücksichtigung der betriebsinternen Rohstofflieferungen ging das gesamte
Verarbeitungsvolumen auf 97,79 Mio. kg (Vj. 100,55 Mio. kg) leicht zurück. Aufgrund
der beiden negativen Preisrunden vom Herbst 2008 und Frühjahr 2009, die
gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zu sehr viel niedrigeren Abgabepreisen bei
Konsummilch und Frischprodukten führten, wurden die Umsätze massiv gedrückt. So
fielen die Umsatzerlöse preisbedingt auf 45,75 Mio. EUR (Vj. 63,71 Mio. EUR).
Bei der Harzmolkerei GmbH gingen die Umsätze ebenfalls preisbedingt auf noch
5,75 Mio. EUR (Vj. 8,11 Mio. EUR) deutlich zurück. Die teilkonsolidierte
Frischdienst GmbH konnte mit 43,75 Mio. EUR (Vj. 43,98 Mio. EUR) einen stabilen
Umsatzverlauf aufweisen. Konzernweit nahmen die Umsatzerlöse auf 87,76 Mio. EUR
(Vj. 105,26 Mio. EUR) ab.
Ausblick
Die Folgen und Unwägbarkeiten aus der tiefen
Wirtschaftsrezession, insbesondere der ab Herbst erwartete Anstieg der
Arbeitslosigkeit, beeinträchtigen die allgemeine Perspektive auch für Schwälbchen.
Vor allem aber ist derzeit noch keine Erholung der instabilen Milchmärkte
erkennbar. So muss auch auf Ganzjahressicht von einer weit unter dem Vorjahr
liegenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung ausgegangen werden.