Die Auseinandersetzung mit dem Thema Risiko- und Krisenmanagement in Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie wurde von der AFC Risk & Crisis Consult GmbH in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. (BVE) untersucht. Die telefonische Studie richtete sich an 150 zufällig ausgewählte Verantwortliche der Top-1000-Unternehmen. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Hersteller als präventive Maßnahmen Systeme zur Qualitätssicherung bevorzugen. Die meist verwendeten Systeme sind dabei HACCP mit 89% und IFS mit 81%, gefolgt von ISO 9001 (48%), GMP (38%) und QS-Siegel (31%). Die Frage nach einem Krisenmanagementsystem im Unternehmen konnten 93% der Befragten bejahen. Kernelement bildete dabei das Krisenhandbuch (84%) mit einem Krisenablaufplan, einer Adressdatei externer Dienstleister, einer aktuellen Aufgabenverteilung im Krisenstab, einem Formblatt zur Reklamationserfassung sowie einer Adressdatei der Abnehmer und der zuständigen Behörden. Weniger ausgearbeitet scheint die Krisenkommunikation zu sein, denn nur 24% der Befragten verfügen über eine vorbereitete Pressemitteilung. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass mittlerweile die deutliche Mehrheit der Befragten das Thema Krisenmanagement sehr ernst nimmt. Zentrale Elemente des Risikomanagements werden dagegen häufig noch vernachlässigt. Es mangelt weiterhin in vielen Unternehmen an einer konsequenten Implementierung elementarer Instrumente. Die Studie steht hier zum Download bereit.