In einer offiziellen Stellungnahme gibt Prolactal, Herstellerdes mit Listerien kontaminierten Sauermilchkäses, an, rechtzeitig gehandelt zuhaben: "Unmittelbar nach Auftauchen der Verdachtsmomente hat dieGeschäftsführung des Unternehmens spontan reagiert und eine Rückholaktionsämtlicher Produkte europaweit veranlasst", heißt es dort. Und das, obwohldie "Produkte den gesetzlich definierten Normen entsprachen". Dererste Aufruf für eine Rückholaktion datiert vom 23. Januar, nachdem dasUnternehmen am 22. Januar eine Frühwarnung von AGES (Österr. Agentur fürErnährungssicherheit) erhalten hat.
Im nun zunächst still gelegten Werk Hartberg werden pro Tagca. 16 Tonnen Sauermilchkäse von 25 Mitarbeitern produziert. 53 % davon werdenauf dem deutschen Markt abgesetzt.
Prolactal gehört zum Artax-Konzern (Umsatz 2008: 252 Mio. €;800 Mitarbeiter).
Prolactal hat inzwischen eine kostenlose Telefonhotline fürVerbraucher eingerichtet.