Wenn Mediaagenturen Werbezeit oder Anzeigen buchen, zahlensie nicht immer den vollen Preis. Oft gibt es dabei Rabatte, Vermarktungsagenturenversuchen auch, Mediaagenturen mit Kickbackzahlungen zu einer Buchung zumotivieren. Darüber ist es zwischen Danoneund der Agentur Carat zu einemGerichtsstreit gekommen – auf den Abrechnungen, die Danone von Carat bekam, warenRabatte nicht aufgeführt.
Das Oberlandesgericht München hat nun entschieden, dassMediaagenturen künftig alle finanziellen Vorteile, die ihnen von denVermarktern zugestanden werden, ihren Kunden offenlegen müssen.
Das Urteil könnte die Geschäftspraxis in der Werbebrancheverändern. Bei einigen Mediaagenturen soll es bisher selbstverständlich gewesensein, den Großteil der Vorteile selbst einzustreichen. Wenn die Firmen nun dieseRabatte einfordern, dürfte sich das Geschäft für viele Agenturen wesentlichweniger einträglich gestalten als bisher.