Als „Ersatz“ für das Tübinger Milchwerk soll laut Meldung
der Regionalpresse eine neue Molkerei mit Bürgerbeteiligung gebaut werden. Die
Investitionen für den Neubau werden auf rund 800.000 Euro geschätzt. 300.000 Euro
sollen dabei über Genussrechte beschafft werden. Mitspracherechte im
Unternehmen haben die Geldgeber nicht, worin manche einen Nachteil sehen. Den
vier Landwirten, die sich zur „Tübinger Bio-Bauern Milch GmbH“
zusammenschließen wollen, erscheinen die Gremien und Rechenschaftspflichten
einer Genossenschaft aber zu kompliziert.
Laut Christian Eichert, Agrarwissenschaftler
aus Hohenheim, habe man die ökonomische Seite „mit sehr viel Puffer gerechnet.
Die Bauernmolkerei könne sich auf den bestehenden Vertrieb der eingeführten
Bioland-Marke „Unsere kleine Molkerei“ stützen und ziemlich sicher mit dem
bisherigen Absatz von 800.000 Liter Milch rechnen.