Nach der für Mitte 2011 angekündigten Schließung des FrieslandCampinaWerkes in Elsterwerda setzen diebetroffenen 350 Beschäftigten auf königlichen Beistand und den neuenWirtschaftsminister in Brandenburg, Ralf Christoffers (Die Linke). Dieser will sichmit dem Betriebsrat und der Geschäftsführer treffen und danach das Gespräch mitden niederländischen Eigentümern suchen. „Die Landesregierung hat seit 2001rund 8 Mio. € Fördermittel für das Werk bereitgestellt", so Christoffers. Eswerde die Rückzahlung der Mittel geprüft, kündigte er an.
Kreisverwaltung, Kreisbauernverband und Betriebsrat haben unterBezug auf „Royal Friesland Campina" einen offenen Brief an dieniederländische Königin Beatrix gesandt. „Diese für die gesamte Regionverheerende Entscheidung" der Werksschließung habe „Entsetzen undFassungslosigkeit" ausgelöst. Die Königin möge alles in ihrer Macht stehende tun,um den Schritt rückgängig zu machen.
Nach Ansicht von Minister Christoffers bleibt bis zumSchließungstermin ausreichend Zeit, die Entscheidung zu korrigieren. DasMilchwerk sei der größte Arbeitgeber der Region. Zu den 350 Beschäftigten kämenrund 1.000 Arbeitnehmer in Zulieferbetrieben.