Der für sein radikales Vorgehen an der Milchpreisfront kritisierte Inhaber des britischen Konsummilchherstellers Freshways, Bali Nijjar, erklärte gegenüber Metro.co.uk, dass sein Unternehmen schon zwei Jahre vor der Pandemie um seine Existenz kämpfen musste. Nun habe er keine andere Wahl’ mehr, als die Kosten zu senken und die Preise zu erhöhen.
Während Nijar die Milchlieferanten im April mit einer Milchpreiskürzung in Höhe von 2 Pence konfrontierte und bei Ausdehnung des Zahlungsziels den Milchpreis ohnehin nur noch für 60% der Lieferung bezahlt, erhöhte er die Abgabepreise auch für Pflegeheime. Die Pflegeheimkette ADL, die 600 Personen in 21 Einrichtungen im UK versorgt, muss Freshways nun nach eigener Darstellung pro Woche 3 Pence mehr für einen Liter Konsummilch (ca. 20.000 Pfund pro Woche) bezahlen. ADL sieht darin eine Ausnutzung der Situation und droht mit einer Beschwerde bei der Wettbewerbsaufsicht.