Die Rabobank hat ihren jüngsten Quartalsbericht „Global Dairy Quarterly“ mit dem Titel Market Narratives are Shifting (Marktnarrative verschieben sich) veröffentlicht. In dem Bericht für das dritte Quartal stellt die Agrarbank fest, dass in den wichtigsten milchexportierenden Regionen der Welt für den Rest des Jahres 2024 und für 2025 ein positives – wenn auch bescheidenes – Wachstum des Milchangebots erwartet wird.
Der Bericht stellt fest, dass der globale Milchmarkt weiterhin „ausgeglichen, aber anfällig für Veränderungen“ ist, und dass es im nächsten Jahr zu erheblichen Verschiebungen kommen könnte, wenn die Produktion steigt und sich die Märkte anpassen. „Die Milcherzeugung in den wichtigsten Exportregionen der Welt war in den letzten Jahren nur schwer sicherzustellen. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2021 ist die kombinierte Milcherzeugung der Big-7-Milchexportregionen – EU, USA, Neuseeland, Australien, Brasilien, Argentinien und Uruguay – nur in drei Quartalen gewachsen“, so Harvey. Die hohen Milchpreise in der ersten Hälfte des Jahres 2024 und die niedrigeren Futterkosten haben jedoch die Gewinnspannen der Landwirte verbessert und die Produktion angekurbelt. RaboResearch erwartet, dass das Milchangebot in den wichtigsten Exportregionen im Jahr 2024 um bescheidene 0,14 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen wird. „Angesichts der verbesserten Margen der Erzeuger könnte sich das Milchangebot im Jahr 2025 jedoch deutlich nach oben bewegen“, so Harvey. „Unsere ersten Prognosen für 2025 deuten auf einen Produktionsanstieg von 0,65 Prozent gegenüber dem Vorjahr in den Big 7 hin, womit das weltweite Milchangebot aus diesen Regionen über dem Fünfjahresdurchschnitt liegt.“
RaboResearch revidiert seine Schätzungen für den chinesischen Milchkonsum im Jahr 2024 nach unten und prognostiziert, dass die chinesische Milcherzeugung im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent sinken wird, da der wirtschaftliche Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe angesichts der sinkenden chinesischen Erzeugermilchpreise zunimmt. „Wir gehen davon aus, dass die Nettoimporte Chinas im Jahr 2024 um 12 Prozent unter dem Niveau von 2023 liegen werden, da sich der Markt weiter rekalibriert. Vor allem die Einfuhrmengen von Magermilchpulver könnten um bis zu 30 Prozent sinken.