Angesichts der bevorstehenden Milchschwemme befürchten Agrarökonomen und Politiker im australischen Bundesstaat Victoria zunehmend, dass eine „grüne Trockenheit“ im Südwesten des Bundesstaates die Einkommen der Milchviehbetriebe ernsthaft beeinträchtigen wird. Als grüne Dürre wird ein Mangel an Winterregen bezeichnet – das Gras ist zwar grün, hat aber kaum Wurzeln und ein geringes Wachstumspotenzial. Die örtliche Presse hat den Fall einer Farm in Camperdown, auf halbem Weg zwischen Geelong und Warrnambool, hervorgehoben, wo die Besitzerin bereits 100 Rinder aus ihrer Herde gekeult hat, da die Produktion im Vergleich zum letzten Jahr um etwa 15 % gesunken ist. Die Bäuerin schätzt, dass der Milchpreis für die neue Saison ihr Einkommen um 350.000 AUD verringern wird. Die australische Staatspräsidentin Jacinta Allan hat nun angedeutet, dass ein Unterstützungspaket für Milchbauern in Vorbereitung ist.
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