Verpackung
Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Weniger Kunststoff

Das RePack-Netzwerk auf der Fachtagung „Reduce, Reuse, Recycle – Lebensmittel nachhaltig verpacken“ am 11. November 2025, Foto: Offenblende / Kerstin Vihman

 

Eine Reihe von Forschungsprojekten, die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert werden, hat Innovationen entwickelt, die dazu beitragen können, Verpackungen von Lebensmitteln nachhaltiger zu gestalten. Am 11. November wurden Forschungsergebnisse auf einer Fachtagung in Berlin vorgestellt. Diese war Teil des RePack-Netzwerks, das die Vorhaben begleitet und vernetzt.

Ein Schwerpunkt des Forschungsprogramms, um fossile Kunststoffe in Lebensmittelverpackungen zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu fördern, ist die Entwicklung neuer Materialien und Recyclingverfahren. Sechs Projekte sind in diesem Bereich tätig:

  • Das Projekt KompoPack nutzt Rückstände aus der Lebensmittelproduktion als Rohstoff und stellt daraus eine heimkompostierbare Folienbeschichtung her, die herkömmliche Bio-Kunststoffe ersetzen kann und bereits industriell angewendet wird.
  • Das Projekt Mobile entwickelte eine monomaterialbasierte Barrierefolie, die vollständig recyclingfähig ist und dabei eine hohe Schutzfunktion für die Lebensmittel behält.
  • Im Projekt BUSINESS wird biobasiertes Polyethylenfuranoat (PEF) aus Agrarreststoffen erforscht, um etwa Speiseeisbecher herzustellen, die rezykliert und auch als Mehrwegsystem eingesetzt werden können.
  • Das Projekt ZykloPLA forscht an einem chemischen Recyclingprozess für den biobasierten Kunststoff Polymilchsäure (PLA), mit dem Ziel, ihn als Verpackungsmaterial für Lebensmittel in einer zirkulären Nutzung einzusetzen.
  • Im Projekt UTITRANS werden naturbasierte Thermoisolierverpackungen aus heimischen Fasern als nachhaltige Alternative zu Polystyrol und Polypropylen entwickelt, um die Transportbehältnisse von Lebensmitteln vom Erzeuger zum Handel umweltfreundlicher zu gestalten.

Digitale Technologien und Bewertungsinstrumente können Transparenz zu nachhaltigen Verpackungen schaffen. Das Projekt COPPA hat eine offene Kollaborationsplattform entwickelt, die über einen digitalen Produktpass umfassende Informationen zur Materialzusammensetzung, Qualität und Herkunft von Kunststoffverpackungen bereitstellt und den CO₂-Fußabdruck automatisiert berechnet. Über einen QR-Code können sowohl gewerbliche Nutzende in der Produktionskette als auch Verbraucher den digitalen Steckbrief einer Verpackung abrufen.

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