Welchen Wert messen wir unseren Lebensmitteln tatsächlich bei? Unter dem Titel „Mehr als satt“ versammelte die AMA-Marketing Vertreter aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, Politik und Marketing in Wien vor Ort und online zusammen. Im Fokus der Veranstaltung stand die Forderung: Weg von der einseitigen Preisdiskussion, hin zu einer umfassenden Wertschätzung von Qualität, Herkunft und Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In Keynotes, Panels und Diskussionen wurde deutlich, dass Lebensmittel in einer Zeit ständiger Verfügbarkeit ihren ideellen Wert zunehmend verlieren. Mit den bekannten Folgen für Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft.
Speaker aus Wirtschaft, Handel, Markenhersteller und Berater zeigten auf, wie Qualität sichtbar gemacht, Vertrauen aufgebaut und Kaufentscheidungen jenseits des reinen Preises beeinflusst werden können. Ein zentrales Fazit lautete: Nicht der objektive Preis entscheidet, sondern der wahrgenommene Wert eines Produkts – geprägt durch Herkunft, Glaubwürdigkeit und die Geschichte dahinter.
Die Podiumsdiskussion zur „Qualitätskultur“ machte die bestehenden Spannungsfelder deutlich. Zwischen Qualitätsanspruch und Leistbarkeit, zwischen Alltagstauglichkeit und Idealbild. Einig war man sich jedoch darin, dass Transparenz, starke Marken, glaubwürdige Gütesiegel und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend sind, um Vertrauen zu sichern und regionale Wertschöpfung langfristig zu erhalten.