Niederländische Milchbauern erhalten nun im Rahmen eines neuen staatlichen Programms zur Reduzierung des Milchkuhbestands eine Vergütung dafür, dass sie Milchkühe abgeben. Das Programm zielt darauf ab, Ammoniak- und Treibhausgasemissionen sowie die Gülleproduktion zu senken.
Im Rahmen der am 1. Juni gestarteten Subvention zur Extensivierung der Milchwirtschaft müssen teilnehmende Landwirte drei Jahre lang 10 bis 20 Prozent weniger Milchkühe halten als ihr Durchschnitt im Jahr 2025. Sie erhalten jährlich 1.606 Euro pro Kuh als Ausgleich für entgangene Einnahmen sowie 110 Euro für jedes wegfallende Kilogramm an Phosphatrechten. Diese Rechte werden dauerhaft vom Markt genommen.
Die niederländische Regierung stellt 627 Millionen Euro zur Verfügung, die individuelle Förderung ist auf 400.000 Euro begrenzt. Landwirte müssen ihre Grünlandfläche erhalten und dürfen während des Dreijahreszeitraums keine weiteren Weidetiere hinzufügen.
Danach können sie ihre Herden kleiner halten oder durch den Kauf oder die Pacht von Phosphatrechten wieder aufbauen.