Mit der Errichtung eines neuen, vollautomatisierten Hochregallagers setzt die NÖM AG gemeinsam mit der voestalpine Krems Finaltechnik, einem Unternehmen der Metal Forming Division des voestalpine-Konzerns, ein Zeichen für den Wirtschaftsstandort Österreich. Das Bauprojekt steht exemplarisch für die erfolgreiche Zusammenarbeit zweier regional verwurzelter Unternehmen und verbindet lt. NÖM technologische Spitzenleistung mit nachhaltiger Wertschöpfung, Regionalität und langfristiger Standortsicherung.
Das neue Versandlager entsteht am bestehenden NÖM-Standort in Niederösterreich und bildet künftig das logistische Rückgrat des Unternehmens. Planung, Stahlbau und Umsetzung des Hochregallagers erfolgen dabei in enger Kooperation mit der voestalpine Krems Finaltechnik – ein Bekenntnis zur Stärkung der heimischen Industrie und zur Sicherung regionaler Arbeitsplätze. Die voestalpine führt das Projekt zudem als internationale Best-Practice-Case-Study.
Für Josef Simon, Vorstand für Produktion und Technik der NÖM AG, ist das Projekt weit mehr als eine infrastrukturelle Erweiterung: „Die Errichtung des neuen Versandlagers ist ein wegweisender Schritt in der Geschichte der NÖM AG. Dieses Projekt ist weit mehr als eine bauliche Investition, es ist ein strategisches Fundament für die kommenden Jahrzehnte. Wir schaffen damit ein vollautomatisiertes, hocheffizientes logistisches Rückgrat, das unsere Lieferfähigkeit stärkt, unsere Produktionsprozesse absichert und uns als verlässlichen Partner für Landwirtschaft, Handel und Konsumenten weiter festigt.“
Die Entscheidung für ein vollautomatisiertes Hochregallager ist eine direkte Antwort auf stark steigende Bestellvolumina sowie wachsende Anforderungen an Schnelligkeit, Präzision und Liefersicherheit im Lebensmittelmarkt. Die neue Lösung ersetzt flächenintensive, teilautomatisierte Prozesse und schafft eine zukunftsfähige Logistikstruktur mit maximaler Effizienz.
Nachhaltigkeit und Effizienz Hand in Hand
Ein zentrales Element des Projekts ist der konsequente Fokus auf Nachhaltigkeit. Durch die direkte Anbindung des Hochregallagers an das Werk werden künftig über 10.000 LKW-Fahrten pro Jahr eingespart. Zusätzlich ermöglicht eine moderne, KI-basierte Energieoptimierung Einsparungen von bis zu 1.400 Tonnen CO₂ jährlich.
„Dieses Projekt zeigt klar, wohin sich die NÖM entwickelt – hin zu mehr Nachhaltigkeit, höherer Energieeffizienz und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Dass wir dabei bestehende Flächen nutzen und keine zusätzliche Bodenversiegelung vornehmen, ist ein klares Bekenntnis zur ökologischen Verantwortung“, so Simon.
Wenn regionale Stärke und Technologiekompetenz Zukunft schaffen
Auch aus Projektsicht setzt das Hochregallager neue Maßstäbe. Mag. Christoph Posawetz, Projektleiter Logistik der Frischlogistik & Handel GmbH (NÖM-Tochter), hebt insbesondere die Qualität der Zusammenarbeit hervor: „Dieses Projekt ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Gemeinsam mit der voestalpine setzen wir technologisch neue Maßstäbe. Die Präzision des mehrstöckigen Regallagersystems ist entscheidend für den reibungslosen Betrieb eines vollautomatischen Lagers dieser Dimension und genau hier zeigt sich die Stärke dieser regionalen Partnerschaft.“
Besonders hervorzuheben ist das Zusammenspiel aller beteiligten Gewerke – von Stahlbau, Fördertechnik und Kühl- sowie Energieplanung über Software, Automatisierung und KI-gestützte Energieoptimierung bis hin zur nachhaltigen Gebäudetechnik. Trotz witterungsbedingter Herausforderungen wie starkem Wind oder vereisten Regalkonstruktionen konnte die Montage mit sorgfältiger Vorbereitung und klarer Abstimmung zügig und sicher umgesetzt werden.
„Beim neuen Hochregallager für NÖM setzen wir mit unserer Fertigungskompetenz einmal mehr modernste Standards im Bereich vollautomatisierter Lagertechnik unter optimaler Raumausnutzung um. Als Unternehmen, das selbst stark in Niederösterreich verwurzelt ist, freut es uns besonders, dass wir damit eine maßgeschneiderte und zukunftsorientierte Logistiklösung für einen niederösterreichischen Traditionsbetrieb realisieren konnten“, so Carola Richter, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiterin der Metal Forming Division.
Hochregallager NÖM
Projekt:
Neubau eines vollautomatisierten Hochregallagers
Partner Stahlbaukonstruktion Hochregallager: voestalpine Krems Finaltechnik Gmbh
Kapazität:
26.000 Stellplätze
Doppeltiefe, höhenversetzte Lagerung
Besonderheiten:
Kühlgeräteplattform auf 25 m Höhe
Bühne für Elektrohängebahn
Vollautomatisiertes Regallagersystem
Nachhaltigkeit & Effizienz:
Einsparung von über 10.000 LKW-Fahrten pro Jahr
Bis zu 1.400 Tonnen CO₂-Einsparung jährlich durch KI-basierte Energieoptimierung
Nutzung bestehender Flächen – keine zusätzliche Bodenversiegelung
Wärmerückgewinnung, Betonkernaktivierung, Eisspeicher, Photovoltaikanlage
Foto: NÖM