Ab dem 11. Juni führt die bulgarische Behörde für Lebensmittelsicherheit an den Grenzkontrollstellen verstärkte Kontrollen für jede Lieferung von Rohmilch aus EU-Mitgliedstaaten und Drittländern ein.
Die strengeren Kontrollen umfassen Laboruntersuchungen zur Gesamtkeimzahl, einem Indikator für die Sauberkeit der Rohmilch, zur somatischen Zellzahl, die den Gesundheitszustand der Milchviehbestände widerspiegelt, sowie zum Nachweis von Konservierungsstoffen und Aflatoxin M1.
Die verstärkte Überwachung gilt auch für jede Lieferung von Milchkonzentrat, das aus der EU und aus Drittländern importiert wird. Diese Sendungen werden Laboranalysen auf die Gesamtkeimzahl und Schimmelpilzbelastung, einschließlich Aflatoxin M1, unterzogen.
Bei Milchpulver und Molkenpulver umfassen die Kontrollen zusätzlich Tests auf Salmonellen und Staphylokokken-Toxine.
Jede Butterlieferung wird Laboranalysen auf Salmonellen und andere gefährliche Bakterien unterzogen. Bis die Testergebnisse vorliegen, müssen die Fahrzeuge, die die Sendungen befördern, an der Grenze verbleiben.
Die Maßnahme soll die Qualität und Sicherheit von Milchprodukten auf dem bulgarischen Markt gewährleisten.
Die Entscheidung folgt auf eine Auswertung der Ergebnisse der im Mai durchgeführten verstärkten Kontrollen. Nach Angaben der Behörde wiesen 24 % der getesteten Proben eine Nichteinhaltung der festgelegten Standards auf.
Abb.: Publicdomainpictures