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Streit um Eco-Score

Der Begriff „Eco-Score“ ist irreführend und wird in dieser Form gestrichen. IFOAM, der weltweite Dachverband der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft, hat sich am Dienstag, 4. Juni, unter anderem mit Yuka (Spezialist für Interpretation von Produktdeklarationen) und der französischen Behörde ADEME, die das Label eingeführt hat, darauf geeinigt.

Ähnlich wie der Nutri-Score gibt der Eco-Score an, wie gut ein Produkt abschneidet, allerdings im Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Die Bewertung basiert auf ökologischen Indikatoren wie Treibhausgasemissionen, Verlust der biologischen Vielfalt und Toxizität. Die Kriterien wurden von der ADEME, der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement, zusammengestellt.

Im Januar 2023 reichten IFOAM Organics Europe und IFOAM France eine Klage gegen die Einführung des „Eco-score“ wegen der irreführenden Vorsilbe „eco“ ein. In Artikel 30 der europäischen Verordnung über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen aus dem Jahr 2018 wird beschrieben, dass die Begriffe „Bio“ und „Öko“ verboten sind, wenn sie geeignet sind, Verbraucher oder Nutzer in die Irre zu führen.

In mehreren europäischen Sprachen ist „eco“ ein Synonym für „bio“. Es bestehe die Gefahr einer Verwechslung mit dem offiziellen Bio-Siegel, argumentierte IFOAM.

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