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Sorge vor Stalleinbrüchen

 

Die Angst vor Stalleinbrüchen und der damit einhergehenden Gefährdung von Tieren ist bei Landwirten im Milchsektor ein großes Thema. Sechs von zehn befragten milchwirtschaftlichen Betrieben sehen das Problem als sehr relevant beziehungsweise relevant an. Mehr als die Hälfte der Befragten hat das Gefühl, dass mögliche Stalleinbrüche ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen. Jeder 20. Tierhalter war bereits Opfer eines Einbruchs, 8 Prozent berichten von Sachbeschädigungen auf dem Betriebsgelände.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Erzeugerbefragung des Milchindustrie-Verbandes (MIV) unter milchwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland, an denen sich über 800 Betriebe – 70 Prozent davon liegen in Bayern – beteiligt haben.

“Unsere Umfrage zeigt deutlich, dass etwas gegen verantwortungslose Stalleinbrüche getan werden muss. Ställe sind Schutzzonen für Tiere und Grundlage für das Einkommen der Tierhalter. Wer sich – egal mit welcher Absicht – illegal Zugang verschafft, muss sich bewusst sein, dass er die Seuchengefahr erhöht, die Erkrankung von Tieren in Kauf nimmt und bei Familienbetrieben erhebliche Stressmomente auslöst”, betont Dr. Björn Börgermann, Hauptgeschäftsführer des MIV.

Positiv wertet Börgermann, dass die Milcherzeuger in der Mehrzahl (61 Prozent) weiterhin ihre Betriebe für angemeldete Besucher offenhalten wollen. “Wir schätzen diese Bereitschaft sehr, denn das Verständnis für die Milchwirtschaft schafft man nur, indem sie von den dort tätigen Menschen gezeigt und erklärt wird. In Zeiten von Fake News, Fake-Bildern und KI-Halluzinationen ist der Bezug zu echten Menschen und Tieren noch wichtiger geworden. Diesen Bezug stellen nur die vielen Milcherzeuger her, die sich täglich um das Wohlergehen der Tiere kümmern.

Neben den Stalleinbrüchen belastet die Erzeuger die als feindselig wahrgenommene Stimmung in der Gesellschaft gegenüber ihren Betrieben. Auf die Frage “Welche der folgenden Themen bereitet Ihnen Sorgen?” antworteten 63 Prozent der Teilnehmer “Angst vor öffentlichen Anfeindungen”. 78 Prozent nannten den Milchpreis. Die Stalleinbrüche geben 40 Prozent Anlass zur Sorge, die wirtschaftliche Situation 48 Prozent und das Thema Betriebsnachfolge 23 Prozent.

Erzeuger ergreifen Schutzmaßnahmen
Um den Schutz der Tiere und des Betriebes zu erhöhen, greifen die Teilnehmer der Umfrage zufolge zu verschiedenen technischen Hilfsmitteln. Neben Videokameras und Bewegungsmeldern, die jeweils knapp 40 Prozent der Befragten bereits installiert haben, setzen sie auch auf zusätzliche Beleuchtung, um die Sicherheit auf dem Betriebsgelände zu verbessern. Nur jeder dritte Landwirt verzichtete zum Zeitpunkt der Erhebung auf zusätzliche Schutzmaßnahmen.

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