Das Gesamtexportvolumen von Milchprodukten aus dem Vereinigten Königreich verzeichnete im zweiten Quartal 2026 den ersten vierteljährlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seit dem Rückgang im ersten Quartal 2025. Die Exporte von Milchprodukten in die EU verzeichneten einen deutlichen Rückgang um 94.400 Tonnen, während die Exporte in Nicht-EU-Länder geringfügig um 1.400 Tonnen zunahmen. Der Rückgang der Exporte war hauptsächlich auf Milch und Sahne, Joghurt, Molke und Butter zurückzuführen.
Ein Anstieg der Exportmengen bei Pulverprodukten und Käse begrenzte den Gesamtrückgang. Wertmäßig war ein Rückgang der Exporte bei Milch und Sahne, Molke, Butter und Käse zu verzeichnen.
Die britischen Käseexporte sind seit dem zweiten Quartal 2025 weiter gewachsen und erreichten im zweiten Quartal 2026 einen historischen Höchststand. Die Exportmengen für Käse insgesamt stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,3 % (+8.000 Tonnen). Der Wert ging jedoch aufgrund gesunkener Rohstoffpreise auf den Weltmärkten um 4 % zurück.
Weltweit wurde der größte Anstieg der Käseverkaufsmengen in der EU verzeichnet, darunter in den Niederlanden (+1.800 Tonnen), Frankreich (+1.600 Tonnen), Belgien (+1.000 Tonnen), Deutschland (+600 Tonnen), Österreich (+300 Tonnen), Spanien (+300 Tonnen), Irland (+200 Tonnen) und der Türkei (+200 Tonnen).
Es folgte ein Anstieg in Nicht-EU-Länder wie Asien und Ozeanien, darunter China (+1.000 Tonnen) und Singapur (+400 Tonnen), sowie nach Nordamerika, darunter Kanada (+100 Tonnen).
Auch die Exporte in den Nahen Osten und nach Nordafrika (MENA) zogen an: Libyen (+1.900 Tonnen), Bahrain (+1.400 Tonnen), Saudi-Arabien (+800 Tonnen), Ägypten (+200 Tonnen) sowie Subsahara-Afrika, darunter Südafrika (+400 Tonnen).