Anlässlich der Grünen Woche hat der QM-Milch e.V. aktuelle Zahlen zum QMilch-Programm veröffentlicht. Über das QMilch-Label werden Verbraucherinnen und Verbraucher transparent über ein nachweisliches Mehr an Tierwohl und Tiergesundheit für Milchkühe informiert. Die Module des Programms sind in den Stufen 1-4 der Haltungsformkennzeichnung des Lebensmitteleinzelhandels anerkannt.
Knapp drei Jahre, nachdem die ersten Milchprodukte mit dem QMilch-Label in den Kühlregalen platziert wurden, hat sich das Programm als Branchenlösung breit etabliert. Mittlerweile haben sich mehr als 7.000 Milchviehhalter von 40 Molkereiunternehmen, sowie einzelnen Milcherzeugergemeinschaften auf den Weg gemacht, über die Programmteilnahme ein Mehr an Tierwohl und Tiergesundheit zu gewährleisten. Mehr als ein Viertel der in Deutschland gehaltenen Kühe profitiert so bereits von einer besseren Haltungsumgebung – mit steigender Tendenz. Aus dem benachbarten Ausland nehmen ca. 200 Tierhalter am Programm teil.
Nachdem das Label zunächst im Lebensmitteleinzelhandel auf Trinkmilchprodukten zu finden war, sind mittlerweile auch weitere Produkte der sogenannten „weißen Linie“ (Quark, Sahne, Joghurt, Skyr, usw.), sowie eine wachsende Zahl an Käseprodukten mit dem Label versehen. Neben dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel leisten auch einzelne Unternehmen der Systemgastronomie und der Lebensmittelindustrie ihren Beitrag, um über die Berücksichtigung des Tierwohls beim Einkauf von Milchprodukten konkrete Veränderungen in der Tierhaltung in Gang zu setzen. Von Bedeutung ist außerdem die Anerkennung, und zusätzliche Vergütung der Schlachtkühe teilnehmender Milchviehbetriebe, durch alle wesentlichen Schlachtunternehmen, für ihre jeweiligen Tierwohlprogramme.