Proteinprodukte erleben seit Jahren einen bemerkenswerten Boom. Ob im Kühlregal, in Snack-Form oder als Pulver – sie haben sich zum Lifestyle-Thema entwickelt. Damit wächst auch das Sortiment an Milch und Milchprodukte, die zum einen von Natur aus hochwertiges Protein liefern und zum anderen durch moderne Verfahren zusätzlich mit Protein angereichert werden.
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Protein ist zwar essenziell für Muskeln, Knochen, Gewebe, Immunsystem und Blutgerinnung, doch laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bringt eine Extraportion keinen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen. Eine ausgewogene Ernährung mit überwiegend unverarbeiteten Lebensmitteln decke den Bedarf ausreichend, heißt es bei der DGE. Trotzdem nutzen Hersteller den Protein-Hype. Sie bewerben ohnehin proteinreiche Produkte wie Quark, Skyr oder Sauermilchkäse als Proteinquellen oder bringen angereicherte High-Protein-Varianten auf den Markt. So werden die Produkte mit Eiweißkonzentraten aus Weizen, Soja oder Lupinen oder mit zusätzlichem Milcheiweiß versetzt und können mit Labeln wie „High Protein“ beworben werden. Das ist rechtlich allerdings nicht immer einfach umzusetzen. …