Der neue Milchhof Südtirol, entstanden aus der Fusion von Bergmilch Südtirol und Brimi, hat 3.100 Mitglieder und vertreibt die Marken Marken Brimi und Mila. Einsparpotenzial sieht Bergmilch-Geschäftsführer (Mila) Matthias Baumgartner in der Logistik und im Einkauf. Insgesamt halte sich das Einsparpotenzial aber in Grenzen, „und zwar, weil wir keine Standortschließungen vorsehen. Wir brauchen unsere drei Standorte in Bozen, Brixen und Bruneck“, erklärt er.
Personal soll nicht abgebaut werden, neue Marken gibt es vorerst auch nicht. Eine Spezialisierung werde es aber geben, erklärt der Geschäftsführer des Milchhofes Brixen (Brimi), Martin Mair. „Die Marken Brimi und Mila werden weiterbestehen. Wir haben in der Vergangenheit in diese Marken investiert. Es gibt drei Produktionswerke, wobei Bozen vor allem auf Milch, Sahne und Joghurt spezialisiert ist. Brimi in Brixen ist auf Mozzarella, Ricotta und italienischen Frischkäse spezialisiert. Und Bruneck ist auf Mascarpone und Käse spezialisiert“, so Mair.
Die Milchhöfe Sterzing und Meran reagieren gelassen auf den neuen Mitbewerber. Er wünsche dem neuen Milchhof alles Gute, sagte der Geschäftsführer des Milchhofs Meran, Florian Baumgartner, zu Rai Südtirol. Auf die Strategie seines Betriebs wirke sich diese Fusion nicht aus.
Ähnlich reagierte der Geschäftsführer des Milchhofs Sterzing, Rainer Marschall. Er habe sowohl mit Mila als auch mit Brimi immer gut zusammengearbeitet. Er hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibe und dass in Südtirol weiterhin alle Platz hätten, auch die kleinen, betonte Marschall.