Nachhaltigkeit
Quelle: foodwatch / MIV

foodwatch im Glaubenskrieg

 

foodwatch greift wieder einmal die Milchwirtschaft in Deutschland an und hat einen „Milchmärchen“-Report veröffentlicht, der die Klima-Werbung der Milchindustrie entlarven soll. Darin wird unter anderem gefordert, dass die Zahl der Milchkühe in Deutschland halbiert werden muss.

Der Milchindustrie-Verband MIV kontert die Vorwürfe von foodwatch und sieht die Branche auf einem guten Weg in Sachen Klimaschutz. Die Zahlen der Rinder nehme seit Jahren in Deutschland ab und  damit sänken auch die Emissionen. Die Emissionen der deutschen Landwirtschaften müssen bis 2030 auf einen Stand von 56 Mio. t ⁠CO2⁠-Äquivalente liegen. Schon 2024 übererfüllt die Landwirtschaft diese Forderung mit einem Stand von rund 52 Millionen t Co2-Äquialenten.

Die deutsche Landwirtschaft erfüllt lt. MIV also die Sektorziele, die ihr von der Bundesregierung, am Rande bemerkt eine der progressivsten der letzten Jahrzehnte, vorgegeben werden. Zudem, produziert kaum ein Land so klimaneutral Milch wie Deutschland. Eine Reduzierung der Anzahl der in der Landwirtschaft gehaltenen Tiere um 50 % ist das falsche Ziel. so der Verband. Der Klimawandel ist ein Problem, welches auf einer globalen Ebene angegangen werden muss, insofern sehen sei eine Abwanderung der Milchindustrie ins Ausland durch eine Selbstbeschränkung der deutschen Industrie kritisch zu sehen. Dies würde zu einer klimaschädlicheren Milcherzeugung führen als in Deutschland.

Daneben verweist der MIV auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die sich intensiv und datenbasiert mit der Balance von Nährwert und Umweltwirkung unserer Ernährung auseinandergesetzt hat. Für Milch und Milchprodukte lautet ihre Empfehlung „zwei Portionen täglich“ – und dies bereits nach Berücksichtigung der Umweltwirkung.  Das erreicht laut Ernährungsreport des BMEL 2024 etwas mehr als die Hälfte (62 %) der Bevölkerung.

 

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