Wie bereits in den ersten vier Monaten zuvor, übertraf das Milchaufkommen in der EU-27 auch im Mai die Milchmenge des Vorjahres. Mit insgesamt 13,9 Milliarden Kilogramm bewegte sich das Milchaufkommen 2,4 % über dem Vorjahresmonat und hatte den saisonalen Höchststand erreicht. Nachdem die Wachstumsrate im Vergleich zum ersten Quartal 2026 kleiner ausgefallen ist, reduzierte sich der Vorsprung für die kumulierte Menge von Januar bis Mai auf 3,7 %, was weiterhin ein anhaltend umfangreiches Milchaufkommen bedeutet.
Innerhalb der einzelnen Mitgliedsstaaten zeigte sich insbesondere unter den bedeutendsten Milcherzeugern eine erstmals wieder uneinheitlichere Entwicklung. Für Deutschland wies Eurostat für Mai eine um 6,3 % höhere Milcherzeugung als vor einem Jahr aus. Die französische Milchanlieferung verlor im Mai um 1,4 % zum Vorjahresmonat und für Irland wurde eine um 1,6 % geringere Milchanlieferung ermittelt. In den Niederlanden hielt der expansive Trend an und das Milchaufkommen bewegte sich 3,6 % über dem vergleichbaren Monat des Vorjahres. Die polnische Milcherzeugung war um 3,8 % größer ausgefallen als im Mai 2025. Für das italienische Erfassungsgebiet wurde ein Plus von 2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat ausgewiesen. In den ersten fünf Monaten wurde im Großteil der Mitgliedsstaaten das Erzeugungsniveau aus dem Vorjahr deutlich übertroffen. Einzig in Rumänien, Bulgarien, Irland, Estland und Lettland wurde nicht die kumulierte Milchmenge aus dem Vorjahreszeitraum erreicht.
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