Danone hat Chobani vor einem US-Bundesgericht verklagt und wirft dem Unternehmen vor, die Proteinangaben auf den Mehrportionsbechern von „Chobani 20g Protein“ übertrieben zu haben. Danone behauptet, Chobani habe die Portionsgrößen künstlich erhöht, anstatt die Proteindichte zu steigern, und fügt hinzu, dass das Produkt weniger als 18 g Protein pro Portion enthalten würde, wenn die Portionsgrößenvorschriften der obersten US-Gesundheitsbehörde FDA eingehalten würden. Danones „Oikos Pro“ enthält 20 g pro Standardportion von 5,3 Ounces (ca. 150 g) – ein Produkt, mit dem „Chobani 20g Protein“ direkt konkurriert.
Danone strebt eine Einschränkung der Kennzeichnung und Werbung von Chobani an und argumentiert, das Produkt würde bei wahrheitsgemäßer Vermarktung nicht als ernstzunehmende Alternative zu „Oikos Pro“ angesehen werden. In der Klageschrift erklärte Danone: „Dieses Verhalten ist besonders heimtückisch, da Chobani weiß, dass Gesundheitsdienstleister und die Bundesregierung die Öffentlichkeit dazu anhalten, Lebensmittel mit einem höheren Proteingehalt zu wählen.“ Die Klage ist die vierte zwischen den beiden Unternehmen seit 2016.
Abb.: Chobani