Unternehmen
Quelle: Ekosem-Agrar

Beteiligungen gehen nach Russland

 

Die Ekosem-Agrar AG, bisherige deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, hat ihre Anteile an den russischen Zwischenholdings wie geplant an die russische Erwerbergesellschaft OOO “EkoNiva” verkauft. Die Verträge wurden vergangene Woche unterzeichnet und der Kaufpreis auf Auslandskonten der Verkäufer übertragen. Die Aktionäre der russischen Erwerbergesellschaft entsprechen im Wesentlichen den Aktionären der Ekosem-Agrar AG.

Die regionale Zusammenführung der Holdinggesellschaft mit dem in Russland angesiedelten operativen Geschäft war vor dem Hintergrund der Entwicklung der letzten drei Jahre notwendig geworden. Diese hatten die Aufrechterhaltung der deutsch-russischen Konzernstruktur erheblich erschwert bzw. unmöglich gemacht. Der nun erfolgte Verkauf sichert das operative Geschäft und damit den Fortbestand der Gruppe. Darüber hinaus wird damit eine weitere Voraussetzung für die Umsetzung der von den Gläubigern im Juni beschlossenen Anleiherestrukturierung geschaffen, die im Wesentlichen den Verkauf der Unternehmensanleihen 2012/2027 (ISIN: DE000A1R0RZ5) und 2019/2029 (ISIN: DE000A2YNR08) zu einem Kaufpreis von 300,00 Euro je Schuldverschreibung an ein SPV umfasst.

Das Management hat in den letzten Monaten den Zahlungsmitteltransfer nach Deutschland mit verschiedenen Partnern vorbereitet. Dies umfasst die Abstimmung mit den entsprechenden Behörden in den relevanten Ländern. Aufgrund der Tatsache, dass jede der beteiligten Parteien für sich die Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen prüfen und dokumentieren muss und aufgrund der anstehenden Feiertage, muss dennoch mit einem gewissen weiteren zeitlichen Aufwand für die Umsetzung gerechnet werden, der noch einige Wochen in Anspruch nehmen kann. Sobald der Verkauf der Anleihen vollzogen werden kann, wird das Unternehmen dies unverzüglich berichten.

Stefan Dürr, Vorstand der Ekosem-Agrar AG. „Die regionale Zusammenführung der Holdinggesellschaft mit dem operativen Geschäft in Russland war ebenso notwendig wie die Anleiherestrukturierung. Deren Umsetzung sind wir mit dem Verkauf wieder einen Schritt nähergekommen.“

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