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Arla Foods steigert Nettogewinn

Arla Foods hat im ersten Halbjahr einen Konzernumsatz von 7,6 Milliarden Euro erzielt, nach 7,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg von 158 Millionen auf 213 Millionen Euro. Der Gewinnanteil am Umsatz erhöhte sich von 2,1 auf 2,8 Prozent. Die verarbeitete Milchmenge einschließlich der Lieferungen von Nichtmitgliedern nahm von 7,2 Milliarden auf 7,9 Milliarden Kilogramm zu.

Markengeschäft wächst mengenbasiert um 6,7 Prozent

Der mengengetriebene Umsatz der strategischen Marken wuchs ohne den Einfluss der DMK-Fusion um 6,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum war er um 1,5 Prozent zurückgegangen. Die Marke Arla legte um 6,5 Prozent zu, Castello um 4,0 Prozent, Lurpak um 5,2 Prozent, Puck um 9,9 Prozent und Starbucks Chilled Coffee um 8,0 Prozent.

Besonders hohe Zuwächse verzeichneten proteinreiche Produkte. Arla Skyr wuchs um 39,6 Prozent und Arla Protein um 34,4 Prozent. Arla Foods Ingredients erhöhte den Umsatz um 19,3 Prozent auf 867 Millionen Euro. Im Value-Add-Segment stieg die Menge um 5,7 Prozent, der Anteil dieser Produkte am Geschäft erreichte 84,6 Prozent.

Im europäischen Geschäft sank der Umsatz infolge niedrigerer Verkaufspreise um 7,1 Prozent auf 3,953 Milliarden Euro. Das mengenbasierte Umsatzwachstum der Markenprodukte erreichte dort 6,4 Prozent. Das internationale Geschäft verbuchte ein mengenbasiertes Markenwachstum von 7,4 Prozent, während der Umsatz um 1,6 Prozent auf 1,186 Milliarden Euro zurückging.

Höheres Milchaufkommen drückt den Leistungspreis

Das gestiegene Milchaufkommen in Europa und höhere Milchanlieferungen bei Arla Foods belasteten die Rohstoffmärkte und Verkaufspreise. Der Milch-Leistungspreis sank von 57,5 auf 43,6 Eurocent je Kilogramm. Der vorausgezahlte Milchpreis belief sich auf 40,7 Eurocent je Kilogramm. Der Milch-Leistungspreis umfasst den vorausgezahlten Preis sowie den auf die Milchzufuhr der Genossenschaftsmitglieder umgelegten Jahresüberschuss.

Das Unternehmen erzielte im Rahmen des Programms „Fund our Future“ Nettoeffizienzeinsparungen von 63 Millionen Euro, ohne Berücksichtigung von DMK. Der Aufsichtsrat genehmigte eine halbjährliche Nachzahlung von einem Eurocent je Kilogramm Milch.

Im Bereich Global Industry Sales sank der Umsatz um 7,0 Prozent auf 1,178 Milliarden Euro. Die Rohstoffpreise für Butter, Magermilchpulver und Gouda lagen im Durchschnitt 27,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Höhere Handelsvolumina glichen diesen Effekt teilweise aus.

Proteinprodukte treiben das Deutschlandgeschäft

Im deutschen Markt erreichten die strategischen Marken von Arla Foods ein mengenbasiertes Wachstum von 6,3 Prozent. Arla Skyr legte um 62 Prozent zu, Arla Buko um 27 Prozent und Arla Finello um 15 Prozent. Weitere Impulse kamen aus dem Segment der Milchmischgetränke, insbesondere von Starbucks.

Das mengengetriebene Umsatzwachstum des gesamten Deutschlandgeschäfts betrug 0,8 Prozent. Dazu trugen vor allem Butter, Streichfette, Skyr und Käse bei. Der an Landwirte ausgezahlte Preis für konventionelle Milch lag im Durchschnitt bei 41,00 Eurocent je Kilogramm bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß. Darin ist die vorgesehene Halbjahresnachzahlung enthalten.

Ein Monat des DMK-Geschäfts ist einbezogen

Arla und DMK haben sich nach den behördlichen Genehmigungen unter dem Namen Arla zusammengeschlossen. Die gemeinsame Genossenschaft umfasst rund 11.200 Mitglieder, 28.800 Mitarbeiter und einen jährlichen Milchpool von rund 20 Milliarden Kilogramm.

Da die Fusion während des Berichtszeitraums wirksam wurde, ist ein Monat der DMK-Geschäftstätigkeit in der Arla Foods Halbjahresbilanz enthalten. DMK steuerte 409 Millionen Euro zum Umsatz bei. Die Fusion beeinflusst unter anderem Konzernumsatz, Milch-Leistungspreis, Milchmenge, Gewinnanteil und Verschuldungsgrad. Das mengengetriebene Wachstum der strategischen Marken und die Nettoeffizienzeinsparungen bleiben davon unberührt.

Investitionen und Prognose werden angehoben

Arla Foods investierte im Berichtszeitraum insgesamt 322 Millionen Euro. Zudem beschloss die Genossenschaft den Bau einer neuen Käserei im schwedischen Götene. Das Investitionsvolumen beträgt rund 300 Millionen Euro. Die Anlage soll die dort verarbeitete Milchmenge nahezu auf rund eine Milliarde Kilogramm pro Jahr verdoppeln und den schwedischen Selbstversorgungsgrad bei Käse um etwa zehn Prozent erhöhen.

Für das Gesamtjahr erhöhte Arla die Prognose für das mengenbasierte Umsatzwachstum der strategischen Marken von 1,0 bis 3,0 Prozent auf 4,0 bis 6,0 Prozent. Unter Einbeziehung von sieben Monaten der DMK-Geschäftstätigkeit erwartet die Genossenschaft einen Konzernumsatz zwischen 16,8 und 17,6 Milliarden Euro. Der Gewinnanteil soll weiterhin zwischen 2,8 und 3,2 Prozent liegen.

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