Der saisonal ansteigende Trend setzte sich in Deutschland weiter fort und erhielt Ende Februar im Vorwochenvergleich einen stärkeren Impuls mit einem Plus von über 1 %. Die Wochenanlieferung bewegte sich gut 6 % über der Vorjahreslinie und hatte bereits ein Niveau eingenommen, welches die Milchspitze vom Jahr 2024 übertrifft. Die Verarbeitungskapazitäten stoßen an ihre Grenzen. Das spiegelt die Entwicklung zwischen den Produktpreisen und Spotmarktkursen wider. Während die Großhandelsabgabepreise für Magermilch-, Vollmilch- und Molkenpulver stetig zulegen konnten und das Niveau aus dem Vorjahresmonat übertreffen, herrschte am Rohstoffmarkt ein erheblicher Preisdruck. Die Spotkurse für Magermilch/-konzentrat hatten spürbar verloren und bewegten sich auf sehr niedrigem Niveau, fast ähnlich wie zum Jahreswechsel. Rückläufig waren auch die Rohmilchkurse, die unter die Marke von 15 Cent fielen. Impulse kamen hingegen im Handel mit Rahm, die Spotpreise machten einen Sprung und hatten die Marke von 5 Cent/% Fetteinheit durchbrochen.
Butter: belebte Nachfrage
Das Buttergeschäft, sowohl mit Päckchenbutter als auch Blockbutter hatte mit Beginn dieses Monats ein sehr gutes Absatzpotenzial eingenommen. Der Lebensmitteleinzelhandel orderte zügig umfangreiche Mengen und in Hinblick auf das Ostergeschäft wird mit weiteren Nachfrageimpulsen gerechnet. Im Discount kam es zu einer Kehrtwende in der Verbraucherpreisentwicklung. Die Butterpreise wurden im Einstiegssegment um 20 Cent/250 g Päckchen auf 1,19 Euro angehoben. In Folge legten auch die Kurse an der Kemptener Börse zu. Nach einer unveränderten Preisentwicklung seit Jahresbeginn wurden die Notierungen in der Preisuntergrenze um 0,10 Euro/kg erhöht. Blockbutter hatte bereits seit Mitte Februar eine feste Tendenz eingenommen und setzte diese fort. Bei einem sehr lebhaften Kaufinteresse war der Markt für Blockbutter gut aufnahmefähig.
Käse: reger Handel setzt sich fort
Am Schnittkäsemarkt hatte sich die Situation gegenüber den vergangenen beiden Monaten kaum verändert. Die Käseherstellung wurde von einer anhaltend hohen Auslastung geprägt. Das weiter wachsende Rohmilchaufkommen reizt die Produktionskapazitäten aus. Die Nachfrage zeigte dabei ebenfalls keinen Abbruch. Dabei war es eine Herausforderung einer sehr regen Kaufbereitschaft gerecht zu werden und den Bedarf vollständig decken zu können. Bestellmengen aus dem Lebensmitteleinzelhandel nahmen ein hohes Niveau ein. Die Lieferungen, sowohl in den EU-Binnenmarkt als auch Drittländer verlief sehr zügig. Die deutsche Leitnotierung für Schnittkäse konnte in der Preisuntergrenze einen Anstieg von bis zu 0,15 Euro/kg verzeichnen.