Zu Beginn des neuen Jahres setzte die bundesweite Milchanlieferung die saisonal ansteigende Entwicklung auf dem außergewöhnlich hohen Niveau fort. Bereits seit August bewegte sich das Milchaufkommen auf hohem Niveau und das jahreszeitlich übliche Anlieferungstief im November blieb in 2025 aus. Wenn gleich die Kältewelle die Milchanlieferung etwas dämpfte, wurde von den Molkereien um fast 6 % mehr Milch erfasst als in der ersten Kalenderwoche 2025. Über die Weihnachtfeiertage und dem Jahreswechsel verzeichneten am Rohstoffmarkt, angesichts der angespannten Produktionskapazitäten, die Spotkurse für Rahm, Magermilch und Rohmilch spürbare Kursverluste und bewegten sich auf extrem niedrigem Niveau z.B. Rohmilch unter 5 Cent/kg. Mit den nun wieder uneingeschränkten, „normalen“ Handelswochen erholte sich der Rohstoffmarkt wieder und am Spotmarkt setzte eine leichte Preisbefestigung ein.
Butter: Absatz mit abgepackter Butter normalisiert
Nach einem außergewöhnlich hohen Mengenumsatz mit abgepackter Butter zum Weihnachtsgeschäft und einer preisbedingt lebhaften Verbrauchernachfrage seit September des vergangenen Jahres, hatten sich die Bestellungen in den ersten Handelswochen des neuen Jahres erwartungsgemäß normalisiert und entwickelten sich etwas ruhiger. Die Absatzmengen hatten gleich wohl ein ansprechendes Niveau eingenommen. Die Molkereiabgabepreise notierten mit 3,65 bis 4,85 Euro/kg unverändert. Im Handel mit Blockbutter entwickelte sich mit dem Jahresbeginn ein anziehendes Kaufinteresse. Die Kurse an der Kemptner Leitnotierung konnten sich dabei befestigen.
Käse: auf hohem Niveau ausgeglichenÂ
Die Vermarktung von Schnittkäse wurde auch in der ersten Januarhälfte von einer anhaltend hohen Kaufbereitschaft geprägt. Bereits der Dezember brachte sehr gute Mengenumsätze, sodass kaum größere Bestände aufgelaufen sind. Trotz hoher Rohstoffanlieferung war der Käsemarkt gut aufnahmefähig und bei den Herstellern fand unter hoher Auslastung die Ware zügig einen Absatz. Die Großhandelsabgabepreise für Schnittkäse hatten sich für Blockware auf niedrigem Niveau zwischen 3,05 und 3,40 Euro/kg stabilisiert. Mit dem Preisrückgang aus den vergangenen Monaten hatte sich im Export, sowohl im EU-Binnenmarkt als auch im Drittlandhandel, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Das Exportgeschäft nahm ein sehr ansprechendes Absatzniveau ein. Am Schnittkäsemarkt standen sich ein großes Angebot bei einer lebhaften Nachfrage insgesamt ausgeglichen gegenüber.