In einer kürzlich in „Frontiers in Sustainable Food Systems“ veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler aus Großbritannien die Präzisionsfermentation als Alternative zur konventionellen Milchproduktion quantifiziert. Das Verfahren birgt letztendlich das Potenzial, große Flächen freizusetzen, die derzeit für die Milchviehhaltung genutzt werden. Würde Großbritannien herkömmliche Kuhmilch durch “Präzisionsfermentationsmilch” ersetzen, wäre der landwirtschaftliche Flächenbedarf nach Schätzungen der Forscher um bis zu 96 Prozent geringer als bei Kuhmilch.
Die Umweltwissenschaftlerin Jade A. Warren vom Imperial College London und ihre Kollegen schreiben in ihrer Veröffentlichung, dass bereits der Ersatz von nur 20 Prozent der jährlichen Milchproduktion Großbritanniens 8.590 Quadratkilometer Land freisetzen würde, das derzeit für die Milchproduktion genutzt wird. „Diese Flächen könnten für verschiedene Zwecke genutzt werden, darunter Renaturierung, Siedlungsraum oder die Produktion von Nahrungsmitteln für die wachsende Bevölkerung Großbritanniens“, schreiben die Forscher und weisen zudem darauf hin, dass die frei werdenden Flächen die nationalen Ziele zur Reduzierung und Umnutzung landwirtschaftlicher Flächen im Einklang mit den Netto-Null-Zielen bis 2050 mehr als erfüllen könnten.
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