Das Ergebnis der dieswöchigen Verkaufsrunde bei Global Dairy Trade fiel mit einem Minus von 2,4% quer über die Commoditypreise schlechter aus als erwartet. Der Futuresmarkt an der NZX hatte auf ein Plus von 5% gesetzt. Dominick Stephens, Chefvolkswirt der Westpac Banking Corp, folgert, dass diese Überraschung auf einer Entwicklung beruhe, die dem Markt noch nicht bekannt war. Die weltweite Nachfrage sei nicht so stark wie bisher angenommen. Con Williams von der ANZ Bank NZ ergänzt, dass das Ergebnis der GDT-Runde enttäusche und bestätige, dass das Hoch der VMP- und Butterpreise ausschließlich mit der niedrigen Milchproduktion auf Neuseeland zusammenhing. Die Nachfrage aus Chins sei hoch, jedoch nicht spektakulär, andere Länder in Asien und dem Mittleren Osten kaufen zwar mehr, können aber das Angebot auf GDT nicht absorbieren, so Williams.
Die Minusentwicklung bei GDT stellt die aktuelle Milchpreisprognose von Fonterra in Frage, so die Ökonomen. Statt 6,75 NZ$/kg TS seien wohl eher 6,50 $ zu erwarten.