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Anne Schmillen gibt ihre Krone im November weiter

Im Bild von links: Kandidatinnen Anna-Lena Kuhl und Jule Gitzen, Kandidat Klaus Holtmann, Milag-Geschäftsführerin Kathrin Hammes und die Kandidatin Laura Duchscherer (Foto: Milag)

 

Am 14. November 2026 gibt die 3. Milchkönigin Rheinland-Pfalz-Saar Anne Schmillen turnusgemäß ihre Krone an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger weiter. Drei Frauen und ein Mann haben sich um das Ehrenamt beworben – alle vereint durch ihre Liebe zur Milch, zur Landwirtschaft und ihr Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit. Michael Horper, Vorsitzender der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz-Saar e.V. (Milag), freut sich auf die Wahlveranstaltung, die im Parkhotel in Weiskirchen stattfindet: „Seit 2010 wählen wir alle 2 Jahre eine neue Milchkönigin. In diesem Jahr hat sich erstmals auch ein Mann beworben.“

Laura Duchscherer (34 Jahre) kommt aus Neunkirchen im Westerwaldkreis. Die Landwirtschaftsmeisterin arbeitet auf dem familiären Milchkuhbetrieb überall dort mit, wo es nötig ist – im Herdenmanagament, beim Melken, in der Klauengesundheit, u.v.m. Vor Ort und digital ist sie in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv. Ihr Motto ist dabei „Vom Hof ins Herz.“ Die Säulen ihres Lebens sind Familie und Landwirtschaft. Organisationstalent, Teamgeist und Empathie gehören zu ihren Stärken. „Ich bin mit der Milchviehhaltung aufgewachsen. Für mich war sie nie nur ein Beruf – sie war schon immer mein Zuhause.“

Die 24-Jährige Jule Gitzen aus Malborn-Thiergarten (Landkreis Bernkastel-Wittlich) ist Gemeindeschwesterplus der Gemeinde Morbach. Zuhören, beraten, Informationen vermitteln und der professionelle Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten liegt ihr im Blut. Auf dem Milchkuhbetrieb ihres Freundes lebt sie seit über drei Jahren und packt überall dort an, wo es nötig ist. Die Landwirtschaft ist ihr wichtig: „Ich möchte eine authentische Botschafterin sein, die Menschen begeistert, informiert und den Austausch zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft mit Herz, Offenheit und Überzeugung fördert.“

Klaus Holtmann wohnt in Udler im Vulkaneifelkreis und ist 28 Jahre alt. Der gelernte Landwirt arbeitete erst auf dem elterlichen Betrieb, der Vulkanhof Ziegenkäserei in Gillenfeld mit, bevor er den touristischen Teil des Hofes übernahm. Pro Jahr führen er und sein Team 3.000 Gäste über den Hof. Gegenwärtig macht er beim Verband für handwerkliche Milchverarbeitung e.V. eine Fortbildung zum Fachagrarwirt für handwerkliche Milchverarbeitung: „Obwohl ich von einem Milchziegenbetrieb stamme, habe ich in meiner Ausbildung auch mit Kühen gearbeitet und diese „sanften Riesen“ ebenfalls in mein Herz geschlossen.“

Anna-Lena Kuhl ist 25 Jahre alt und wohnt in Kalenborn-Scheuern. Die gelernte Landwirtin bewirtschaftet gemeinsam mit ihren Eltern einen Betrieb mit 150 Milchkühen im Vulkaneifelkreis. Sie ist insbesondere für das Herdenmanagement und die Kälberaufzucht zuständig, aber auch in der Außenwirtschaft ist sie zu finden. „Ich möchte die Milchviehhaltung authentisch repräsentieren, den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft stärken und zeigen, mit wie viel Leidenschaft und Verantwortung unsere Milch erzeugt wird.“, so die Junglandwirtin, der besonders wichtig ist zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen.

Milag-Geschäftsführerin Kathrin Hammes freut sich auf die Wahlvorbereitungen: „Miteinander ins Gespräch zu kommen ist wichtig in dieser spannenden Zeit.“ Die scheidende Milchkönigin Anne Schmillen resümiert: „Das Amt ist eine besondere und verantwortungsvolle Aufgabe. Rückblickend hat mich die Zeit als Milchkönigin sehr wachsen lassen. Ich durfte viele Regionen kennenlernen und habe unglaublich viele Eindrücke gesammelt.“

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