Der britische Bauernverband NFU hat einen Leitfaden für seine Mitglieder erstellt. Darin geht es um korrektes Verhalten, sollten „Aktivisten“ auf dem Bauernhof auftauchen:
Wenn Aktivisten auf einem landwirtschaftlichen Betrieb eintreffen, bewahren Sie Ruhe, vermeiden Sie nach Möglichkeit direkte Konfrontationen und rufen Sie unverzüglich die Polizei.
Lassen Sie sich nicht auf Auseinandersetzungen ein und geben Sie keine Stellungnahmen ab, da solche Interaktionen oft gefilmt werden. Versuchen Sie, den Kontakt mit den Aktivisten so gering wie möglich zu halten.
Es ist ratsam, so schnell wie möglich Ihren Tierarzt zum Betrieb zu holen, da dieser zu diesem bestimmten Zeitpunkt die Wohlergehen der Tiere bestätigen kann.
Es ist außerdem ratsam, ein fachliches Gutachten einzuholen, falls das Verhalten der Aktivisten den Tieren Leid zufügt (Gesundheit und/oder Wohlergehen) oder den normalen Betriebsablauf in irgendeiner Weise behindert, d. h. im Falle eines schwerwiegenden Hausfriedensbruchs.
Sammeln Sie, sofern dies gefahrlos möglich ist, so viele nützliche Informationen wie möglich (Kfz-Kennzeichen und Fahrzeugdaten, Personenbeschreibungen, Namen und Telefonnummern usw.).
Punkte für eine Besprechung mit der Polizei
Es gab bereits Fälle, in denen Überwachungskameras gehackt wurden. Daher ist es wichtig, dass Sie wissen, wer Zugriff darauf hat, und dass Sie die Polizei unverzüglich informieren, wenn Sie verdächtige Aktivitäten bemerken.
Können die Aktivisten in ein „sicheres“ Gebäude entfernt von den Tieren verlegt werden, ohne dass ihnen das Recht auf Protest entzogen wird?
Gibt es konkrete Gesundheits- und Sicherheitsprobleme bzw. -bedenken?
Wird der Tagesablauf der Rinder so gestört, dass dies Auswirkungen auf ihre Gesundheit hat – Medikamente, Fütterung usw.?
Befinden sich Kühe gerade im Kalbungsprozess und sind daher besonders gefährdet?
Sind aggressive Tiere anwesend, z.B. Bullen?
Berücksichtigen Sie alle Aspekte, die ein Risiko für die Aktivisten selbst darstellen könnten.
Foto: Arla