Technik
Quelle: Deloitte

Intelligente Werkzeuge reichen nicht, um die Fertigung zu transformieren

 

Antoine Bisson (Deloitte)

Intelligente Fertigung wird nicht mehr durch Roboter und Sensoren definiert, sondern durch hochqualifizierte Teams aus motivierten und kompetenten Mitarbeitern. Laut Antoine Bisson, CEO von Poka, stellen die Top-Technologietrends, die Deloitte in seiner „Smart Manufacturing 2025“-Studie identifiziert hat, nur den Anfang intelligenterer Betriebsabläufe dar. Er erläutert, dass es für Hersteller in der DACH-Region nicht mehr nur darum geht, Prozesse zu automatisieren, sondern auch darum, ihre Mitarbeiter in diesen intelligenteren Umgebungen zu unterstützen. Und er zeigt auf, wie Lösungen für vernetzte Mitarbeiter Smart-Manufacturing-Projekte vorantreiben und weshalb sie ein Wachstumsmotor für Fertigungsprozesse sind – und kein Ersatz für menschliche Arbeitskräfte.

Laut der „Smart Manufacturing 2025“-Studie von Deloitte sind 85 % der Hersteller überzeugt, dass Initiativen im Bereich Smart Manufacturing ihre Fabriken in produktivere, nahtlos funktionierende Umgebungen verwandeln werden. Der europäische Markt für Smart Manufacturing wächst stetig. Er wird für das Jahr 2026 auf 69,87 Mrd. US-Dollar geschätzt und soll sich bis 2031 auf 123,78 Mrd. US-Dollar nahezu verdoppeln.

Im Jahr 2025 entfielen 23,75 % des europäischen Marktes für smarte Fertigung auf Deutschland. Doch während die Investitionen in Technologie zunehmen, werden die Herausforderungen in Bezug auf die Flexibilität und Resilienz der Belegschaften in den Fertigungsbetrieben immer größer. Wie können Hersteller ihre Mitarbeiter an vorderster Front bei der Arbeit unterstützen, während die Automatisierung zunimmt? Hier wird der vernetzte Mitarbeiter zu einem unverzichtbaren Faktor, um das Potenzial von Smart-Manufacturing-Projekten voll auszuschöpfen.

Die folgenden vier Schlüsselbereiche aus der Deloitte-Umfrage sollten wir nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Technologieeinführung betrachten. Sondern auch aus der Perspektive der Arbeiter, denn sie müssen durch den technologischen Fortschritt immer stärker vernetzt werden, damit die Vorteile der Transformation zum Tragen kommen:

1.      Erfolgreiches Smart Manufacturing braucht menschliche Aufsicht

2.      Kompetenzsteigerung durch Einbindung der Mitarbeiter und Schließung der Qualifikationslücke

3.      Die Herausforderung der letzten Meile und die unentbehrliche erste Reihe

4.      Governance und operative Überwachung steigern die Agilität

Eine unterstützte, motivierte Belegschaft ist das oberste Ziel von Fertigungsunternehmen

Im Jahr 2026 ist Smart Manufacturing für Hersteller unverzichtbar, um Betriebsabläufe zu modernisieren und Wettbewerbsvorteile zu erhalten. Wie jedoch aus der Deloitte-Studie hervorgeht, wird der Weg zu Synergieeffekten und betrieblichem Erfolg nicht allein durch Automatisierung oder nahtlos integrierte KI-Systeme geebnet. Sondern durch eine qualifizierte Belegschaft, die an vorderster Front die Prozesse kontinuierlich vorantreibt.

Ganz gleich, ob ein Hersteller seine Schulungen digitalisiert, seine Abläufe standardisiert oder Echtzeitdaten in seine Arbeitsprozesse integriert – das oberste Ziel bleibt dasselbe: eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung zu schaffen, die von den Mitarbeitern selbst vorangetrieben und umgesetzt wird.

Der Erfolg in der nächsten Welle des Smart Manufacturing hängt nicht von autonomer Fertigung ab, sondern von vernetzten Teams.

 

Foto: Deloitte

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