Eine Studie der Universität Aarhus fand bei 73 dänischen Milchviehherden insgesamt keine Hinweise darauf, dass der methanreduzierende Futterzusatzstoff Bovaer mit einer erhöhten Sterblichkeit der Kühe, einer höheren Krankheitshäufigkeit oder geringeren Milchleistungen in Verbindung steht. Die Untersuchung erfolgte aufgrund von Bedenken, die aufgekommen waren, nachdem Dänemark für größere Milchviehbetriebe ab 2025 Maßnahmen zur Methanreduzierung vorgeschrieben hatte, was bei einigen Erzeugern zu Beschwerden über die Auswirkungen auf ihre Kühe geführt hatte. Die Forscher räumten diese ein, wiesen jedoch auf erhebliche Unterschiede zwischen den Herden hin. Branchenverbände haben die Ergebnisse kritisiert und argumentieren, die Studie spiegele die Erfahrungen in der Praxis nicht vollständig wider. Weitere kontrollierte Studien und eine laufende Überprüfung durch die EU-Behörde EFSA dürften die künftige Debatte über Strategien zur Methanminderung prägen.
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