Das European Milk Board (EMB) hat wegen eines möglichen Einbruchs der Milchpreise aufgrund des weltweit deutlich gestiegenen Angebots Alarm geschlagen. „Wir erleben derzeit Entwicklungen, wie wir sie in dieser Form noch nie gesehen haben. Die Anzeichen sind eindeutig – wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen werden, steuern wir geradewegs auf einen Einbruch der Milchpreise zu“, warnte EMB-Präsident Kjartan Poulsen.
Der Vizepräsident des EMB, Boris Gondouin, hat einen Appell insbesondere an Deutschland, Frankreich und Dänemark gerichtet. „Wer weiterhin zögert, nimmt wissentlich einen weiteren Preisverfall und den massiven Verlust von landwirtschaftlichen Betrieben in Kauf. Diese Länder müssen endlich Verantwortung übernehmen und die Aktivierung einer freiwilligen Produktionskürzung klar unterstützen.“
Das EMB fordert die Länder auf, ein freiwilliges Milchreduktionsprogramm zu unterstützen, das den Milchlieferanten einen festgelegten Preis pro Liter bietet, damit sie freiwillig auf die Milchproduktion verzichten, um die Mengen kurzfristig zu stabilisieren und einen weiteren Preisverfall zu verhindern.