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Quelle: dvi

dvi veröffentlicht Orientierungspapier

 

Ab dem 12. August 2026 wird die neue europäische Verpackungsverordnung (PPWR) in allen EU-Mitgliedstaaten Schritt für Schritt verbindlich und anwendbar. Zu den neuen Anforderungen, die ab 2030 zwingend umgesetzt werden müssen, gehören Mehrweg- und Mindest-Rezyklateinsatzquoten für Transportverpackungen inklusive Umreifungsbänder und flexible Palettenumhüllungen aus Kunststoff und Papier. Da die neuen Regelungen gerade für den Bereich der Ladeeinheitensicherung viele Fragen aufwerfen und zu Unsicherheiten in der Verpackungswirtschaft führen, hat das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) ein Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung erarbeitet, das den aktuellen Stand der Anforderungen, bestehende Herausforderungen und Lösungsansätze zusammenfasst.

„Für die Ladeeinheitensicherung mit Einweg-Bändern und -Folien sind aktuell keine Mehrwegalternativen verfügbar, die Einwegmaterialien in automatisierten Prozessen ersetzen könnten. Selbst im Bereich der Transportverpackungen, für den bereits praktikable Mehrweglösungen existieren, wird eine flächendeckende Umsetzung zur Herausforderung. In unserem Orientierungspapier geben wir dazu eine Übersicht und zeigen den Innovationsbedarf von Standardisierung und Systemintegration über Leergutmanagement, Handling und Logistik bis hin zu Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie Nachverfolgung und Digitalisierung auf“, so dvi-Geschäftsführerin Dr. Natalie Brandenburg.

Recycling statt Wiederverwendung

Da Optionen für eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Wiederverwendung von Stretchfolien und Umreifungsbändern in automatisierten Prozessen fehlen und Studien gleichzeitig die ökologischen Vorteile der Einweg-Ladeeinheitensicherung nachgewiesen haben, sprechen sich die Autorinnen und Autoren des Orientierungspapiers für den Aufbau geeigneter Recyclingkreisläufe als Alternative zu Wiederverwendungszielen und als besseren Weg zum Erreichen der übergeordneten Ziele der PPWR aus.

Herausforderungen beim Einsatz von PCR

Um die geforderten Rezyklateinsatzquoten erfüllen zu können, muss die Branche nach Ansicht des dvi-Ausschusses integriert vorgehen. Es gebe große Herausforderungen, was die Sicherstellung einer verlässlichen und rückvollziehbaren Rohstoffversorgung sowie eine ausreichende Qualität der Rezyklate angehe. Auch bei der Gewährleistung der trotz hoher Rezyklatanteile benötigten Materialperformance bedürfe es noch weiterer Innovation und Optimierung. Nicht zuletzt gelte es, beispielsweise mit Blick auf Closed-Loop-Systeme spezifische Recyclinglösungen weiterzuentwickeln und skalierbar zu machen.

Bezugsquelle und dvi-Ausschuss

Für die Erstellung dieses Orientierungspapiers wurde der Ausschuss Ladeeinheitensicherung des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi) konsultiert. „Im Ausschuss vereinen wir unternehmerische Praxis und technische Expertise von rund 20 Unternehmen aus allen Stufen der Wertschöpfungskette, von der Materialherstellung über die Verpackungsentwicklung bis hin zu Logistik und Anwendung, um technische, ökologische, ökonomische und sicherheitsrelevante Aspekte der Ladeeinheitensicherung gleichermaßen zu berücksichtigen. Durch die Beteiligung von dvi-Mitgliedern, die sämtliche relevanten Verpackungsmaterialien und -systeme repräsentieren, wird zudem eine konsequent materialübergreifende Betrachtung gewährleistet. Ergänzend haben wir gezielt externe Impulse einfließen lassen, beispielsweise von EUMOS (European Safe Logistics Association)“, erklärt Brandenburg.

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