Forscher der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Universität Bonn haben untersucht, ob Käsealterativen mit Zutaten aus der Präzisionsfermentation beim Verbraucher ankommen. Das Team befragte 420 Personen online, die Gruppe soll hinsichtlich Geschlecht, Alter und Wohnortgröße repräsentativ für Deutschland sein. Zunächst erhielten die Teilnehmer eine Erläuterung, was „tierfreier” Käse ist. Anschließend sollten sich die Befragten vorstellen, dass das tierfreie Produkt in der folgenden Woche in ihrem bevorzugten Lebensmittelgeschäft erhältlich ist. Auf dieser Grundlage sollten sie Fragen zu ihren Einstellungen und ihrem Kaufverhalten beantworten.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Präzisionsfermentation in der Bevölkerung bislang kaum bekannt ist: Rund zwei Drittel der Befragten hatten den Begriff noch nie gehört. Insgesamt bewerteten die Teilnehmer tierfreien Käse eher positiv – insbesondere im Hinblick auf Tierwohl und Klimaschutz. Beim Lebensmitteleinkauf spielt für die Befragten jedoch vor allem der Geschmack eine zentrale Rolle, gefolgt von Sicherheit und Nährwert. Diese drei Aspekte beeinflussen die Einstellung gegenüber dem Produkt deutlich stärker als andere Überlegungen.
Abb.: General Mills