Rosendahl begrüßte das Bekenntnis der neuen Bundesregierung zu Wettbewerbsfähigkeit, mahnte jedoch echten Bürokratieabbau an und kritisierte zusätzliche Berichtspflichten, Kennzeichnungsvorgaben sowie staatliche Eingriffe wie eine Zuckersteuer. Freiwillige Instrumente wie die Reduktions- und Innovationsstrategie hätten sich hingegen bewährt. Mit Blick auf die Diskussion rund um die Bezeichnung vegetarischer Ersatzprodukte erinnerte Rosendahl daran, dass das, was in Brüssel verhandelt wird, im Widerspruch zu allem steht, was wir in Deutschland dazu im Deutschen Lebensmittelbuch verhandelt und beschlossen wurde und was zu einem fairen Miteinander im Markt geführt habe. Sie betonte, dass es Regelungen ohne wirtschaftliche Folgenabschätzungen nicht mehr geben dürfe.
Minister Rainer sprach sich ebenfalls gegen neue Abgaben auf Lebensmittel aus und betonte Aufklärung statt Besteuerung. Er kündigte zudem an, die nationale Notfallreserve gemeinsam mit der Branche weiterzuentwickeln, um die Krisenvorsorge praxisnah zu stärken.
Der Lebensmittelverband Deutschland e. V. ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette “von Acker bis Teller”, also aus Landwirtschaft, Handwerk, Industrie,
Handel und Gastronomie an.