Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) haben am 11. Dezember in Berlin ihr gemeinsames Projekt zur Förderung der Exportaktivitäten der Agrar- und Ernährungswirtschaft vorgestellt. Darin sollen die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) die Betreuung und Beratung deutscher Unternehmen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf ausgewählten Auslandsmärkten (Brasilien/Mercosur, China, Italien, Japan, Nordamerika, Österreich/Mittelosteuropa und Russland) übernehmen. Das BMELV unterstützt die Zusammenarbeit durch eine Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 2 Mio. Euro über eine Laufzeit von rund zwei Jahren. Die BVE begrüßt grundsätzlich das Engagement des BMELV und die Bereitschaft der AHKs, zukünftig verstärkt Dienstleistungen für die Bedürfnisse der exportorientierten Unternehmen der Ernährungsindustrie anzubieten. Dies sei nach dem Wegfall der zentralen Absatzförderung für die Agrar- und Ernährungswirtschaft durch die CMA, die durch parafiskalische Abgaben der Land- und Ernährungswirtschaft finanziert wurde, dringend geboten. Aus Sicht der Ernährungsindustrie müssen die AHK-Aktivitäten im Bereich des Lebensmittelexports eng mit der Wirtschaft abgestimmt werden, um die vom BMELV bereitgestellten Mittel zielgerichtet und abgestimmt auf die spezifischen Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen der Ernährungsindustrie einzusetzen. Die konsequente Einbeziehung der ehemaligen CMA-Auslandsmitarbeiter sei besonders wichtig, da sie über umfangreiche Erfahrungen und Netzwerke für die Unterstützung der Auslandsaktivitäten der deutschen Ernährungsindustrie verfügen.