Die Dachorganisation der Schweizer Milchproduzenten (SMP) bezeichnet den Beschluss der Delegiertenversammlung der Branchenorganisation Milch zur Mengenführung als „Durchbruch". Dank diesen Spielregeln gebe es ein Minimum an Verlässlichkeit und Planbarkeit, der Milchmarkt und der Milchpreis seien nicht mehr der Willkür einzelner Akteure ausgesetzt. „Vielmehr werden sich nun alle an den effektiven Absatzmöglichkeiten des Marktes orientieren können und müssen", wird SMP-Präsident Peter Gfeller in einer Pressemitteilung zitiert. Als Erfolg bezeichnet die SMP die Regelung, dass künftig Mengenkürzungen nach dem Verursacherprinzip erfolgen sollen. Dabei sollen 80 Prozent der Kürzung über die Zusatzmengen erfolgen, 20 Prozent über die übrigen Mengen. Die SMP fordert von den Akteuren Transparenz: Die neuen Regeln würden für die Milchkaufverhältnisse zwischen Händlern und Verarbeitern gelten. Wie die Handelsorganisationen die Regeln auf ihrer Milchproduzenten anwenden würden, sei ihre eigene Sache. Man hoffe und erwarte jedoch, dass die Maßnahmen zur Mengenführung und Preisbildung für die einzelnen Milchbauern auf der Abrechnung transparent gemacht werde.