Parmalat hat in
den ersten 9 Monaten dieses Jahres den Umsatz um 1,7 % auf 2,868 Mrd. €
gesteigert. Das Plus lässt sich vor allem auf Preisanpassungen in Venzuela und
Kanada zurückführen. Eingerechnet sind negative Währungseffekte in Höhe von
fast 50 Mio. €, nicht im Umsatz enthalten sind Ende letzten Jahres in
Australien übernommene Aktivitäten (ca. 30 Mio. €). Der Vergleich mit dem
Vorjahr ist zudem erschwert, weil durch den Verkauf von Newlat in der ersten Hälfte
2008 ein Umsatz von ca. 55 Mio. € weggefallen ist. Die Gewinnlage war im
Berichtszeitraum besser als im Vorjahresvergleich, da speziell die
Rohstoffkosten rückläufig waren: Parmalat meldet ein EBITDA von fast 280 Mio.
€, ca. 25 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die weltweiten Mediainvestitionen
steigen um 10 % auf 42,3 Mio. €.
Der Umsatz teilte sich folgendermaßen auf: Italien 748,2
Mio. € (- 13 %), Resteuropa 101 Mio. € (- 23 %), Kanada 987,1 Mio. € (+ 0,6 %),
Afrika 254,7 Mio. € (+ 3 %), Australien 340,5 Mio. € (+ 0,3 %), Zentral- und
Südamerika 416,8 Mio. € (+ 29 %). Rechnet man in Italien den Verkauf von Newlat
sowie der Käsemarken Ala, Polenghi und Optimus heraus, ergibt sich
einUmsatzminus von 7,5 % auf 808,6 Mio. €.
Insgesamt berichtet Parmalat für seine europäischen
Aktivitäten von einem Negativtrend, ausgelöst durch größere Kaufzurückhaltung
der Verbraucher. Das geschäft in Russland verlief bisher jedoch sehr
profitabel, so das Unternehmen.
Für das Gesamtjahr erwartet Parmalat ein Umsatzplus von 1-2
%.