Die Milchquotenpreise sind bei der 29. Milchbörse am 2. November leicht gestiegen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) ermittelte einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 18 Cent/kg. Im Vergleich zum letzten Handelstermin hat sich dieser um 4 Cent erhöht. Die Gesamtnachfrage nach Milchquoten war mit 426.983.791 kg die vierthöchste seit Börseneinführung. Ebenso lag sie deutlich höher als das Gesamtangebot von 263.367.439 kg. Lediglich in den Ländern Brandenburg und Sachen-Anhalt konnte ein leichter Angebotsüberhang festgestellt werden. Die Auswertung der Milchquotenzugänge und -abgänge der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigte eine deutliche Quotenwanderung in Richtung Nordrhein-Westfalen (ca. 13,7 Mio. kg) und Niedersachsen (ca. 4,4 Mio. kg). Im Übertragungsbereich Ost konnte Mecklenburg-Vorpommern ca. 17,1 Mio. kg hinzugewinnen. Die steigenden Milchquotenpreise führt der DBV auf die hohe Verunsicherung der Milcherzeuger vor Abgabe der Anträge zurück. Die ausgelöste Diskussion um einseitig nationale Änderungen der Milchquotenregelung dürfte zu den gestiegenen Quotenpreisen beigetragen haben.