Nach
einigen Monaten kauft die belgische Fabrélac wieder Milch direkt
von Erzeugern. Zum Jahreswechsel waren die seinerzeit an Fabrélac
liefernden Bauern wegen Problemen bei der Bezahlung ihrer Milch zu
Steegro gegangen. Inzwischen bezahlt Fabrélac um die 4 Cent mehr als
Steegro, so dass einstige Lieferanten wieder zurück kehren. Die
Branche rätselt, wie Fabrélac den hohen Milchpreis erwirtschaftet.
Hinter
Fabrélac steht der Niederländer Jos Peters. Er wird mit dem Konkurs
von Swenty Milk in Zusammenhang gebracht, der vor sieben Jahren
stattfand und bis heute nicht voll abgewickelt ist. Peters war
angeblich auch in finanzielle Schwierigkeiten um Péroma und
Bastiaanse Kaas verwickelt. Anfang des Jahres hatte Peters seinen
belgischen Bauern geraten, einen Liefervertrag mit Vrebamel zu
schließen – die Lieferanten gingen mehrheitlich aber lieber zu
Steegro im niederländischen Emmeloord. Mittlerweile klagen viele
Bauern aber über die niedrigen Milchpreise von Steegro. Jos Peters
sprang nun als neuer Abnehmer ein und soll das Geschäft auf den
Namen seiner Frau führen.