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Verbraucher bilden statt bevormunden

 

Der BLL begrüßt die positive Ausrichtung der Verbraucherpolitik im Koalitionsvertrag von Union und FDP. „Die neue Regierung hat erkannt, dass es bei Themen rund um Lebensmittel und Ernährung um das Prinzip ‚Bildung’ gehen muss und nicht um ‚Bevormundung’ durch Reglementierung", lobt BLL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Matthias Horst das Dokument. Die Absage an die Ampelkennzeichnung zeige die Orientierung an sachlicher Information anstelle der nur vermeintlichen Klarheit der Ampel, die bei genauerem Betrachten aber irreführend sei. Transparenz brauche Sachlichkeit. Nun sei der Weg frei, in Ernährungsaufklärung und Bildung zu investieren und Verbrauchern wirkliche Hilfestellungen zu geben, so Horst weiter. Die Politik wolle dem Leitbild des mündigen Verbrauchers folgen. Der BLL befürwortet zugleich das klare Bekenntnis der neuen Bundesregierung für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für Forschung, Innovation und neue Technologien. Unterstützung durch die Lebensmittelwirtschaft erhält die neue Bundesregierung auch mit ihrer Ankündigung, die so genannte Claims-Verordnung praxisgerecht und verbraucherorientiert verbessern zu wollen. Allerdings darf sich dies nach Ansicht des BLL nicht auf „Symptom" beschränken, vielmehr müsse das wissenschaftlich und praktisch nicht haltbare Instrument der Nährwertprofile generell auf den Prüfstand.

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