In der Schweiz wehren sich bäuerliche und entwicklungspolitische Organisationen gegen Exportsubventionen im Milchmarkt. Sie seien unnötig, unfair und schädlich, hieß es Monat auf einer Pressekonferenz in Bern. Stattdessen müsse auf eine nachhaltige Agrarpolitik gesetzt werden, die auf kostendeckenden Preisen beruhe.Die vom Bundesrat vorgeschlagene Wiedereinführung von Exportsubventionen halten die Organisationen für keine Lösung. Der Entscheid, den USA und der EU zu folgen, die solche Subventionen bereits wieder eingeführt haben, würde das Problem der Überproduktion nicht lösen, die für den Preiszerfall verantwortlich ist, wie Isolda Agazzi von Alliance Sud sagte. Zudem widerspräche es der Schweizer Politik, die sich in der WTO verpflichtet habe, Agrarsubventionen abzuschaffen. Die Organisationen zeigten sich überzeugt, dass keine Exportsubventionen mehr nötig wären, wenn sich die Schweizer Produzenten zu einer Mengensteuerung verpflichteten.